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Behinderung

Dieser Text beschreibt Behinderung.


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Jeder Text bei Know-Library, sowie ein Teil davon (Definition, Beschreibung etc.), außer Bücher Beschreibungen kann bearbeitet werden. Falls die Beschreibung auf dieser Seite nicht korrekt ist klicken Sie auf 'Beschreibung editieren' um den Text zu korrigieren bzw. neuen einzufügen. Weitere Informationen und Bücher zum Thema Behinderung Beschreibung , so wie Link zum Forum finden Sie weiter unten. Eine Übersicht der Texte, die das Thema Behinderung beschreiben finden Sie auf der Seite alle Artikel über Behinderung. Fragen zu dem Thema Behinderung können im Forum gestellt werden. Klicken Sie hier um zu dem Forum zu wechseln.

Behinderung Artikel

Von einer Behinderung spricht man bei individuellen Beeinträchtigungen, die umfänglich, schwer und langfristig sind.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Das neue SGB IX - Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen Eine Beschreibung zum Buch "Das neue SGB IX - Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet.

Ursachen

Hinsichtlich der Ursachen lässt sich unterscheiden zwischen:

Behinderungen können auch als Kombination aus mehreren Ursachen und Folgen auftreten (Mehrfachbehinderung), oder weitere Behinderungen zur Folge haben, z.B. Kommunikationsbehinderung als Folge einer Hörbehinderung. Die Umweltbedingungen, insbesondere gesellschaftliche Einstellungen und Verhalten gegenüber den von Behinderung betroffenen Menschen, nehmen in modernen Ansätzen zur Definition des Begriffs einen größeren Raum ein.

Buch-Tipp: Die Therapie des Facio-Oralen Trakts. F.O.T.T. nach Kay Coombes Das hat tatsächlich noch gefehlt! Es ist soweit!!!!!! Lange haben wir gewartet - nun ist es da! Ein Buch über das F. O. T. T. -Konzept: Frau Nusser-Müller-Busch und ein multidiziplinäres Autorenteam haben das komplexe und umfangreiche Konzept anschaulich, leserfreundlich und ausführlich beschrieben. Stets wieder erscheinen...

Kategorien

Grundsätzlich lassen sich Behinderungen grob kategorisieren in:

Buch-Tipp: Ergotherapie in der neurologischen Rehabilitation Erwachsener Alltagstauglich Das Buch verspricht eine Anleitung zur ergotherapeutischen Befunderhebung sowie Absichtsetzung: Für den Neuro-Bereich der Ergotherapie längst überfällig! Der vorgeschlagene Befund ist übersichtlich und gut strukturiert, für die Erstellung eines Erstbefundes umfangreich und in dem Arbeitsalltag gut umsetzbar. Und praktisch: Anregungen...

Statistik

Das statistische Bundesamt weist für das Jahr 2001 eine Zahl von 6.711.797 schwerbehinderten Menschen aus. Hiervon werden allerdings ca. diejenigen erfasst, die den rechtlichen Status eines Schwerbehinderten erfolgreich beantragt haben, etwa um einen Schwerbehindertenausweis zu erhalten. Diesen Schritt vermeiden jedoch viele Betroffene. Weil es hierzulande natürlich keine "Meldepflicht" für Behinderungen gibt, lässt sich daher die tatsächliche Zahl der Menschen mit Behinderung in Deutschland ca. schätzen. Die Schätzungergebnisse bewegen sich hierbei um die 10 Prozent - Marke, gemessen an der Gesamtbevölkerung. Nationale und internationale Statistiken weisen erhebliche Varianzen auf, da außerhalb des rechtlichen Rahmens nicht einheitlich und verbindlich festgelegt wurde, welche Kriterien für eine vorliegende Behinderung erfüllt sein müssen.

Buch-Tipp: Funktionelles Kraftaufbautraining in der Rehabilitation. Komplette Programme zum medizinischen Aufbautraining Perfekte Anleitung für Aufbautraining nach Verletzungen Endlich - auf so ein Fachbuch habe ich schon lange gewartet. Für alle orthopädischen Probleme endlich eine Lösung. Ich wende dieses Buch in meiner Physiotherapie-Praxis genauso an, wie in meinem Fitness-Studio. Jürgen Buchbauer hat eine Lücke in diesemBereich perfekt geschlossen.

Erweiterte Definition

Eine Behinderung ist auch stets als andauernde (ständige) Problematik, an der Gesellschaft teilhaben zu können, zu sehen ("Behindert ist man nicht; behindert wird man" Aktion Mensch). So erweitert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2001 den Behinderungsbegriff in der ICIDH-2 (International Classification of Functioning, Disability and Health) wie folgt:

  1. Schädigung: Beeinträchtigung einer Körperfunktion oder -struktur in dem Sinn einer wesentlichen Abweichung oder eines Verlustes,
  2. Beeinträchtigung der Aktivität: Aus der Schädigung resultierende Schwierigkeit oder Unmöglichkeit, eine Aufgabe oder Tätigkeit durchzuführen,
  3. Beeinträchtigung der Partizipation: Ein nach Art und Ausmaß bestehendes Problem einer Person bezüglich ihrer Teilhabe in einem Lebensbereich bzw. einer Lebenssituation,
  4. Umweltfaktoren: Sie beziehen sich auf die physikalische, soziale und einstellungsbezogene Umwelt, in der die Menschen ihr Leben gestalten.

Beispielhaft für eine erweiterte Begriffsdefinition unter Einbeziehung der Umwelt ist die Formulierung Alfred Sanders: "Behinderung liegt vor, wenn ein Mensch mit einer Schädigung oder Leistungsminderung ungenügend in sein vielschichtiges Mensch-Umfeld-System integriert ist" (Eberwein, H.; Knauer, S.; Handbuch der Integrationspädagogik, Beltz 2002). Er führt Behinderung also nicht ca. auf eine Schädigung oder Leistungsminderung eines/einer einzelnen zurück sondern auf die Unfähigkeit des Umfelds des betreffenden Menschen diesen zu integrieren.

Buch-Tipp: Gruppentraining sozialer Kompetenzen ( GSK)/ Mit CD-ROM. Grundlagen, Durchführung, Anwendungsbeispiele (Materialien für die klinische Praxis / Praxismaterial) Fundgrube für SoKo-Trainings °Das GSK liefert eine Fülle an Materialien für die klinische Praxis. Dabei ist es klar strukturiert, leicht erlernbar und ohne Probleme auf andere Kontexte übertragbar. Aber Vorsicht: das Buch ist kein reines Trainingsbuch, sondern eine wissenschaftlich begründete Ausarbeitung eines SoKo-Trainings. In dem ersten Teil...

Juristische Definition

Im bundesdeutschen Recht wird die Behinderung in dem Sozialgesetzbuch IX (dort: § 2 Abs. 1), so festgelegt: "Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist".

Buch-Tipp: Kinder und Jugendliche mit Diabetes. Medizinischer und psychologischer Ratgeber für Eltern: Medizinischer Und Psychologischer Ratgeber Fur Eltern ein guter begleiter durch die erste zeit nach der diagnose! Dieses Buch ha unserer Familie sehr geholfen. Es ist eine gute Ergänzung der Beratung durch Ärztinnen und Schwestern gewesesn, die wir unbedingt weiterempfehlen können. Gerade weil wir nach der Diagnose unser Kind hat Diabetes vor unendlich vielen Fragen standen, war es nötig, eine umfassende...

Begriffsdiskussion

Es gibt darüber hinaus eine Vielzahl von Definitionen des Behinderungsbegriffs, nicht zuletzt in dem ständigen Bemühen, eine (behindernde) Diskriminierung und Stigmatisierung schon bei der eingesetzten Sprache auszuschließen - schließlich werden Behinderte in spanischsprachigen Ländern auch heute noch häufig als "minusválidos" (Minderwertige) genannt. Mit dem Absicht einer "Political Correctness" wurde gar versucht, den Begriff ganz zu verbannen bzw. durch Euphemismen wie "besondere Befähigung" oder "besondere Bedürfnisse" zu ersetzen.

Von den zumeist selbst betroffenen Vertretern der Krüppelbewegung wird der Begriff Behinderung dagegen bewusst durch den alten, eigentlich verpönten Ausdruck "Krüppel" ersetzt, um damit provozierend auszudrücken, was Nichtbehinderte nach ihrem Empfinden ohnehin über sie denken.

Letztlich ist Pragmatismus bei der Definition spätestens dann notwendig, wenn Kriterien für die Leistung von Hilfe durch die Gesellschaft festgelegt werden müssen (z.B. Schwerbehindertenausweis, Eingliederungshilfe , Rehabilitation, ...). Diese Situation wird in der sonderpädagogischen Fachdiskussion als Etikettierungs-Ressourcen-Dilemma genannt.

Der in dem süddeutschen und österreichischen Sprachgebrauch übliche Ausdruck "bresthaft" für behindert wird heute als diskriminierend abgelehnt.

Buch-Tipp: Praxis der medizinischen Trainingstherapie Hervorragend! Aktuellster Stand! Diese Buch ist wirklich klasse. Wer einen kompakten und sehr aktuellen Überblick über Bindegewebsphysiologie, Wundheilung, Trainingslehre, sowie die Behandlung und Behandlung von gängigen Pathologien von LWS, SIG, Hüfte, Knie und Fuß haben will, ist exakt richtig bedient mit diesem Buch. Dabei wird von den...

Hilfe und Selbstbestimmung

Die Gesellschaft ist aufgefordert, Strukturen zur Unterstützung von behinderten Menschen zu schaffen. In Deutschland findet dies Ausdruck in Artikel 3 des Grundgesetzes: "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden".

Dieses Prinzip muss vom Staat in der Gesetzgebung, der Verwaltung und bei der Rechtsprechung berücksichtigt werden. So finden sich zahlreiche Regelungen zu dem Nachteilsausgleich und zu dem Schutz der Rechtsposition behinderter Menschen u.A. in dem Sozialrecht, in dem Steuerrecht, in dem Arbeitsrecht oder auch in Bauvorschriften , hier insbesondere zu dem Thema Barrierefreiheit.

Konzepte, Maßnahmen und Einrichtungen der Behindertenhilfe setzen schon bei Kleinkindern (Frühförderung), Kindern und Jugendlichen an, dem Fachgebiet der Sonderpädagogik und der Heilpädagogik. Auch für Erwachsene existieren Leistungsansprüche und Hilfsangebote in dem Bereich der Eingliederungshilfe in dem Alltag, in dem Beruf sowie in dem Bereich der medizinischen Rehabilitation.

Die Landschaft der Einrichtungen und der Konzepte der Behindertenhilfe ist breit aufgefächert, was auch Ergebnis der lebendigen politischen und wissenschaftlichen Diskussion der letzten Jahrzehnte ist.

Seit dem späten 18. Jahrhundert betrachteten es vor allem kirchliche und andere caritative Einrichtungen als ihre Aufgabe, Kinder und Erwachsene mit einer Behinderung zu fördern und zu pflegen. Seit dem 19. Jahrhunderts wurde die Pflege und schulische Förderung staatliche Aufgabe.

Anfangs fand die Unterstützung behinderter Menschen überwiegend in dafür spezialisierten Einrichtungen wie Sonderschulen, Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM), Internaten oder Heimen statt.

Im Zusammenhang mit reformpädagogischen Überlegungen bestehen heute auch integrative Ansätze, so z.B. integrative Kindergärten, integrative Schulen oder Integrationsfirmen. Dies sind reguläre Organisationen, in denen durch konzeptionellen, personellen und strukturellen Aufwand auch die Bedürfnisse behinderter Menschen berücksichtigt werden, wodurch gemeinsames Lernen und Arbeiten ermöglicht werden soll.

Behindertenspezische Regelungen sind notwendig in allen Lebensbereichen.

Buch-Tipp: Praxisbuch Kinaesthetics Tolles Buch Ich bin ganz begeistert von diesem Buch, es ist leicht verständlich und sehr anschaulich beschrieben, so dass auch Laien etwas damit anfangen können. Die zahlreichen Bilder machen das Buch lebendig und die Stimmen der Betroffenen authentisch. Für "Kinästhetik Einsteiger" kann ich dieses Buch sehr empfehlen, da es sich leichter liest...

Sozialkritische Ansätze in den 1970er Jahren

Politisch engagierte Mitglieder der Selbsthilfevereine fühlten sich von Vertretern und Mitarbeitern historisch gewachsener Strukturen der Rehabilitation weniger gefördert und forderten mehr persönliche Freiheiten in Pflegeheimen und Sonderarbeitsplätzen. In den Folgejahren entstanden neue soziale Initiativen und Modelle zur eigenständigen Organisation von Pflege und Betreuung (unter anderem persönliche Assistenz , persönliche Budget, die Arbeitsassistenz in dem Beruf, oder die betriebliche Mitbestimmung in den Werkstätten für geistig und psychisch behinderte Menschen, die heute durch den Werkstattrat ausgeübt wird.

Buch-Tipp: Rückkehr ins Leben Afrikanische Gescjichte-Hautnah Ein ausgezeichnetes Buch, das unter die Haut geht. Eine der besten Dokus bzw. Bios die ich bisher gelesen habe. Interessant ist auch der Film " Blood Diamond ", mit Leonardo DiCaprio. Dort geht es auch um Sierra Leone, dem Diamantengeschäft, der RUF und Kindersoldaten. Beides kann ich empfehlen.

Rehabilitation

Als Rehabilitation werden alle Maßnahmen verstanden, die auf eine Integration von Menschen in die Gesellschaft abzielen. Die Leistungen der Rehabilitation sind in den Sozialgesetzbüchern verankert. Leistungen werden in dem Bereich der schulischen und beruflichen Ausbildung, der Medizin und der Förderung zur Teilnahme am sozialen Leben erbracht.

Seit einigen Jahren zeichnet sich ein Paradigmawechsel ab. In dem Bereich der Rehabilitation wird eine Behinderung zunehmend als krisenhaftes Ereignis nicht ca. für den Betroffenen sondern auch für seine Angehörigen und Freunde begriffen (Schuchhardt, 1982). Rehabilitation wird daher auch als Anbahnung eines Lernprozesses gedeutet, an dessen Ende nicht ca. die Verarbeitung des Eintritts einer Behinderung durch die Betroffenen erfolgreich gemeistert werden könne, sondern auch die Umgebung des Behinderten "behindertengerecht" mit den spezifischen Bedürfnissen und dem natürlichen "Andersein" besser umgehen könne.

Zu den Maßnahmen, die solche Lernprozesse in gesellschaftlicher Hinsicht fördern können, gehören zu dem Beispiel Volkshochschulen, die einen Teil ihrer Lehrveranstaltungen bewußt integrativ anbieten.

Buch-Tipp: Schluckstörungen. Diagnostik und Rehabilitation Die "Bibel" der deutschen Dysphagieliteratur! Gudrun Bartolome und ihre Mitautoren haben es geschafft, einen wirklich fundierten und ausführlichen Überblick über (fast) alle Aspekte der Dysphagieforschung zu geben. Dieses Buch kann für den Kliniker ein ständiger Begleiter werden. Das Spektrum dieses Buches umfasst einleitend die Anatomie, Physiologie...

Behindertenbeauftragte, Behindertenorganisationen und Selbsthilfegruppen

Die Interessen von Menschen mit Behinderungen sollen in dem Bund sowie in den Bundesländern, Städten und Gemeinden von Beauftragten für ihre spezifischen Belange vertreten werden.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Behindertenorganisationen, Verbänden und Selbsthilfegruppen, die entweder als Lobby Einfluss auf die Sozialpolitik versuchen zu nehmen oder dem Erfahrungsaustausch von Menschen mit Behinderungen dienen sollen.

Buch-Tipp: Training in der Therapie. Grundlagen und Praxis Das Buch "Training in der Therapie. Grundlagen und Praxis" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch.

Siehe auch

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